Lesezeit: 6 Minuten

Webdesign ist mit einem Mehrkampf in der Leichtathletik vergleichbar. Während sich die Athletinnen und Athleten in jeder Disziplin zu Höchstleistungen antreiben, haben Designexperten ebenfalls mit Herausforderungen zu kämpfen. Die grösste Hürde stellt sicherlich die fortschreitende Technik im Webdesign dar. Da sich diese zurzeit im Sekundentakt verändert, sind ausgebildete Webdesignexperten die Mehrkampfsieger. Als Laie ist der Kraftaufwand beinahe unmöglich allein zu stemmen. Nachfolgend finden Sie zehn hilfreiche Tipps, inklusive Beispiele, welche Ihnen helfen, sich in der anspruchsvollen Welt des Webdesigns zurechtzufinden:

1. Weniger ist mehr!
Damit Ihr Webauftritt die erhoffte Wirkung erzielt, sollten Sie ihre Webseite nicht überladen. Schaffen Sie Raum für die wirklich wichtigen Elemente und lassen Sie diese auf den Nutzer wirken. Zu viele unnütze Elemente, wie zum Beispiel übermässig viele Pullout-Menüs oder Sidebars, lenken einen Nutzer vom Wesentlichen ab. Je mehr Weissfläche Ihre Webseite aufweist, desto aussagekräftiger wirkt diese.

2. Je einfacher, desto attraktiver!
Viele Laien machen den Fehler, ihren Internetauftritt so farbig wie möglich zu gestalten und überladen deshalb ihren Hintergrund. Tun Sie dies nicht! Nutzen Sie den Negativraum. Dies ist ein Fachbegriff aus der bildenden Kunst, welcher in der Regel Bereiche in einem Bild leer oder weiss erscheinen lässt. Eine weisse Wand erscheint uns als ziemlich unspektakulär. Wenn diese künstlerisch genutzt wird, kann sie durchaus Aufmerksamkeit erregen. Dies kann Ihre Webseite ebenfalls, indem Sie den Negativraum bewusst einsetzen. Je mehr Negativraum sich um ein wichtiges Element befindet, desto grösseres Interesse erzeugt dieses beim Nutzer.

3. Übersichtliches Design
Da die meisten Besucher nicht jedes Wort auf Ihrer Webseite lesen werden, ist es essentiell Ihren Internetauftritt nach diesem Verhalten zu planen. Erfahrene Webdesigner verwenden die einzelnen visuellen Elemente wie Grösse, Farbe, Platzierung und Negativraum bewusst, um die Aufmerksamkeit des Besuchers auf das Wesentliche zu lenken. Je wichtiger Ihnen etwas erscheint, desto grösser sollten Sie dies auf Ihrer Webseite darstellen. Ebenfalls sind Videos oder bewegte Bilder eine clevere Variante neue Reize zu setzen. Zu viele klein geschriebene oder zu farbige Elemente sollten Sie vermeiden. Erstellen Sie mehrere Versionen Ihres neuen Webauftrittes und fragen Sie unterschiedliche Personen nach deren Meinung.

4. Passende Farbwahl
Die Farbe ist ein wichtiges Tool für jeden Designer. Um mit Farben die erwünschte Wirkung zu erzielen, müssen Sie einige wichtige Fakten über die Farblehre verstehen. Informieren Sie sich darüber, bevor sie mit dem Designen Ihrer Webseite starten. Wenn Ihr Unternehmen naturverbunden ist, eignet sich ein saftiges Grün besser als ein anregendes Rot. Des Weiteren ist es empfehlenswert, eine Farbhierarchie zu erzeugen. Wählen Sie für Ihr Hauptelement einen primären Farbton, für Highlights ist ein sekundärer Farbton die richtige Wahl. Sobald Sie diese Farbpalette festgelegt haben, ist es zentral diese einheitlich auf der gesamten Seite zu verwenden.

5. Echte Fotografien verwenden
Ob Sie Fotografien auf Ihre Webseite stellen möchten, ist Ihnen überlassen. Falls Sie sich dazu entscheiden, ist es wichtig, dass Ihre Bilder eine hohe Qualität aufweisen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Bilder eine Verbindung zwischen Ihrem Unternehmen und Ihrem Konzept darstellen. Ein Foto Ihres Teams weckt beispielsweise das Interesse Ihrer Nutzer enorm. Um nicht übergrosse Dateien zu produzieren ist es ratsam, die Bilder zu komprimieren.

6. Kräftige Typographien auswählen
Typografie beinhaltet alle visuellen Elemente eines Textes. Hauptsächlich Schriftarten, aber auch die Schriftgrösse, Textfarbe, die verschiedenen Stile (kursiv, fett, usw.) und die Laufweite zwischen einzelnen Buchstaben, Wörtern und Linien sind darunter zu verstehen. Jedes einzelne dieser Elemente hat einen Einfluss auf den Webauftritt Ihres Unternehmens. Wählen Sie also eine Typographie, welche Ihren Internetauftritt bestmöglichst ergänzt. Verwirren Sie Ihre Leser nicht mit ablenkenden Schriftarten, sondern verwenden Sie eine kräftige, aber ausgeglichene Typographie. Zu guter Letzt raten wir Ihnen, sich auf circa drei verschiedene Schriftarten zu beschränken, welche von allen elektronischen Geräten gelesen werden können.

7. Einfache Navigation
Verständlicherweise möchten Sie so viele Informationen wie möglich auf Ihrer Internetseite publizieren. Damit diese aber benutzerfreundlich erscheint, sollten Sie darauf achten, die Besucher nicht zu überfordern. Dies ist einfacher gesagt als getan. Überlegen Sie sich zuerst, wie Sie Ihre Seite aufbauen möchten. Entscheiden Sie danach, welche Informationen eine eigene Seite erhalten und welche auf eine Unterseite geschoben werden können. Bauen Sie Ihre Navigation so auf, dass diese zur Denkweise Ihrer Kunden passt. Um dies sicherzustellen, raten wir Ihnen einige Nutzertests durchzuführen. Experimentieren Sie auf keinen Fall mit ungewöhnlichen Formaten. Bleiben Sie beim allseits Bekannten: Navigationsmenü im Header, Suchleiste mit Lupensymbol und Kontaktdaten.

8. Professionelles Erscheinungsbild auf mobilen Geräten und Computer
Heutzutage surfen die Menschen mehrheitlich auf ihren Mobilgeräten. Stellen Sie deshalb sicher, dass Ihre mobile Seite in einem einwandfreien Zustand erscheint. Aufgrund der begrenzten Bildschirmgrösse der mobilen Geräte sollten Sie sich auf die wesentlichen Dinge beschränken. Beginnen Sie zuerst mit der Planung und Erstellung der mobilen Version, danach können bei der Desktop-Version problemlos einzelne Elemente hinzugefügt werden. Unüberschaubare Webseiten auf den Mobilgeräten oder abgeschnittene Bilder verwirren den Nutzer und sollten deshalb tunlichst vermieden werden. Konzentrieren Sie sich auf ein minimalistisches, aber sauberes Design, welches den Nutzer neugierig macht.

9. Kurz, aber prägnant
Lange und kursiv geschriebene Textpassagen schrecken Ihre Leserinnen und Leser ab. Entscheiden Sie sich deshalb für kurze, aussagekräftige Zeilen und einer Schriftart, welche für das Menschenauge angenehm zu lesen ist. Nicht nur die Leserlichkeit Ihrer Texte spielt eine wichtige Rolle, achten Sie darauf, dass der Inhalt einer hohen Qualität entspricht. Ein Zusammenspiel von hellen und dunklen Farbtönen erhöht die Lesbarkeit Ihrer Texte ebenfalls enorm. Wir raten Ihnen deswegen gegensätzliche Farben auszuwählen.

10. Wünsche und Vorstellungen anbringen
Das Designen einer Webseite ist Teamarbeit. Es fordert von allen Beteiligten technisches Verständnis und kommunikative Fähigkeiten. Teilen Sie Ihrem Webdesigner von Beginn an Ihre Wünsche und Vorstellungen mit. Je genauer Sie Ihre Vision erklären, desto einfacher wird es für den Webdesigner, diese umzusetzen. Reagieren Sie offen und ehrlich auf persönliche Vorschläge Ihres Webdesigners. Die Chancen stehen ausgezeichnet, dass dieser etwas entwirft, was fantastisch aussehen wird.

Auf die Plätze, fertig, los!
Seien Sie mutig und nehmen Sie die Herausforderung dieses Mehrkampfes an! Diese zehn Webdesign-Tipps unterstützen Sie bestmöglichst dabei, Ihren Internetauftritt ansprechend zu gestalten. Zugegebenermassen ist das Gestalten einer Webseite ein anspruchsvolles Unterfangen. Lassen Sie sich nicht entmutigen, falls nicht alles von Beginn funktioniert. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Falls Sie widererwarten Mühe mit Ihrem Projekt bekunden, helfen wir von Swiss Media Design natürlich gerne weiter. Wir versichern Ihnen einen professionellen Internetauftritt mit einem fantastischen Design.